Regel Nummer 1:
Sie müssen Ihr Netzwerk kennen!
Auch wenn Sie nun vielleicht meinen, dass dies eine Selbstverständlichkeit ist – dem ist keineswegs so. Überlegen Sie einmal, über
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welche Stärken und Schwächen
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welche Bedürfnisse (aktuell und langfristig)
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welche Vorlieben und Abneigungen
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welche Bekannte
ihre einzelnen Kontakte verfügen. All diese Informationen müssen Sie stets präsent haben, wenn Sie die übrigen Regeln befolgen möchten. Es sollte klar werden, dass Sie diese Informationen am besten durch regelmäßigen Kontakt mit Ihren Mitmenschen sammeln und auffrischen.
Regel Nummer 2:
Investieren Sie in funktionierende Netzwerkbeziehungen
Networking erzielt auf lange Sicht Erfolge, weshalb zunächst Investitionen in den Aufbau funktionierender Beziehungen getätigt werden müssen. In den Netzwerken gilt das Gebot des Geben und Nehmens (siehe Regel Nummer 4). Wenn Sie feststellen, dass ein Partner nur nimmt und nichts gibt, dann sollten Sie diese Beziehung fallen lassen. Denn wenn Sie diese Person einer anderen vorstellen, wird sie auch diese neuen Kontakte ausnutzen wollen, was dann auch auf Sie als Vorstellender zurückfällt.
Für den einzelnen Netzwerker hat sich die Philosophie bewährt, erst zu geben, damit sich anschließend die Möglichkeit ergibt, auch etwas zurückzuerhalten.
Regel Nummer 3:
Unterscheiden Sie deutlich zwischen Gefälligkeit und Dienstleistung
Jeder Netzwerker verfügt auf Grund seiner Ausbildung, seiner Erfahrungen, seiner Persönlichkeit und seines Beziehungsnetzwerks über individuelle Vorteile. In Netzwerken gibt jeder das, was von ihm selbst vergleichsweise leicht erbracht werden kann, für andere jedoch einen sehr hohen Mehrwert darstellt.
Wenn Sie als Dienstleister jedoch mit dem Transfer von Wissen ihr Geld verdienen, sollten Sie die Grenze zwischen Gefälligkeit und kostenpflichtiger Dienstleistung deutlich ziehen und kommunizieren. Umgekehrt sollten Sie stets ergründen, ob ein Sie kontaktierender Partner eher eine Dienstleistung verkaufen möchte oder aber an der Entwicklung einer langfristigen Beziehung interessiert ist. Als Rechtsanwalt etwa können Sie sicherlich innerhalb Ihres Netzwerkes auch gelegentlich Informationen in Form einer Gefälligkeit weitergeben; letztlich verdienen Sie hiermit jedoch Ihr Geld. Wir sind der Meinung, dass gut strukturiertes Networking genügend Ansatzpunkte für Gefälligkeiten bietet, die außerhalb Ihrer beruflichen Kernkompetenz liegen. Als Beispiel sei die Vorstellung zweier Mitglieder Ihres Netzwerkes genannt: Dies ist ein Akt, der in zweierlei Hinsicht unbezahlbar ist: Erstens, weil niemand für so etwas Geld verlangen würde, und zweitens, weil dieser neu geschaffene Kontakt tatsächlich sehr wertvoll für die beiden Personen sein kann.
Ihr Netzwerk wird bei Befolgung aller Regeln (siehe insbesondere Regeln Nummer 5 und 6) so vielfältige Ressourcen umfassen, die Sie durch den Akt des Vorstellens vermitteln können, dass Sie Ihre berufliche Kernkompetenz nicht mehr als Gefälligkeit im Rahmen des Networking einzusetzen brauchen.
Regel Nummer 4:
Geben und Nehmen
Es gilt das Gebot des Geben und Nehmens. Wer nur nimmt und nichts gibt, wird langfristig aus einem Netzwerk ausgeschlossen, weil ihn die übrigen Mitglieder „links liegen lassen“ werden. Wer dagegen nur gibt und nie etwas nimmt, braucht eigentlich kein Netzwerk.
Es gehört zum Networking dazu, Partner auch einmal um Hilfe und Unterstützung zu bitten, wenn dies angemessen ist. Falscher Stolz ist hier unangebracht; in einem funktionierenden Netzwerk sind die Partner froh, Ihnen helfen zu können. Sie sollten Ihre Bitte aber stets so formulieren, dass der Partner nein sagen kann, ohne völlig das Gesicht zu verlieren. In westlichen Gesellschaften gilt ganz überwiegend, dass eine geleistete Gefälligkeit nicht als Druckmittel missbraucht werden soll. Wenn Ihre Partner nicht freiwillig bereit sind, Ihnen Unterstützung zu geben, dann sollten Sie die Struktur Ihres Netzwerks überdenken (siehe Regel Nummer 2).
Regel Nummer 5:
Intensivieren Sie Beziehungen zu Menschen, die kaum mit anderen Mitgliedern Ihres Netzwerks vernetzt sind
In Ihrem Netzwerk wird es Menschen geben, die zu einer großen Zahl von anderen Mitgliedern Ihres Netzwerkes Beziehungen unterhalten (zumeist weil Sie als Vorstellender aktiv waren oder damals selbst vorgestellt wurden). Versuchen Sie stets, Ihre Beziehung zu solchen Personen, die noch keine oder nur sehr wenige Kontakte zu anderen Mitgliedern Ihres Netzwerkes haben, zu intensivieren. Auf diese Weise erfüllen Sie Regel Nummer 1, lernen die Person besser kennen und können Sie gemäß Regel Nummer 6 anderen Menschen mit komplementären Eigenschaften vorstellen.
Regel Nummer 6:
Bringen Sie Menschen mit komplementären Eigenschaften zusammen
Viele einzelne Beziehungen bilden ein Strahlensystem, aber noch kein Netzwerk. Ein Netzwerk entsteht erst dann, wenn Sie die Ihnen bekannten Menschen zusammenbringen und einander vorstellen. Dies ist jedoch kein Selbstzweck und sollte stets sehr zielgerichtet erfolgen. Im besten Fall profitieren beide Seiten von der Vorstellung; die beiden Vorgestellten werden es Ihnen ewig danken.
Regel Nummer 7:
Diversität steigert die Effizienz Ihres Netzwerks
Je unterschiedlicher die Teilnehmer Ihres Netzwerkes sind, desto effizienter wird das Netzwerk für alle Beteiligten. Unterschiedliche Altersgruppen, Ausbildungen, Nationalitäten und Erfahrungen sorgen dafür, dass die Teilnehmer gegenseitig von einander profitieren können. In sehr homogenen Netzwerken ist eine solche gegenseitige Befruchtung hingegen kaum möglich.
Wenn Sie Menschen kennen lernen, sollten Sie nicht nur überlegen, inwieweit die Person für Sie persönlich hilfreich sein kann, sondern stets auch an die übrigen Personen in ihrem Netzwerk denken. Networking ist ein oft sehr stark mittelbarer, indirekter Weg, um bestimmte Ziele zu erreichen.
Regel Nummer 8:
Networking erfordert regelmäßige Kontaktaufnahme
Kontakte müssen regelmäßig gepflegt werden. Sich nur dann zu melden, wenn man Hilfe benötigt, ist schädlich. Erst durch den regelmäßigen Kontakt kann Regel Nummer 1 erfüllt werden.
Da die zeitlichen Ressourcen jedes Netzwerkers begrenzt sind, sollten Regeln Nummer 1 und 6 kombiniert werden. Gehen Sie mit mehreren Personen gemeinsam Essen und nutzen die Gelegenheit, um die Personen vorzustellen. Dies spart Zeit und erfüllt den Networking-Gedanken sehr viel stärker als Treffen zu zweit.
Regel Nummer 9:
Networking erfordert Planung
Networking ist kein Selbstzweck. Neben dem Networking gibt es eine Menge Sachfragen, die ihre Aufmerksamkeit fordern. „Schreibtischarbeit“ und Networking müssen in einem gesunden, angemessenen Verhältnis zueinander stehen. Je nach Position, Branche und Kulturkreis ist das optimale Verhältnis von Networking zur Sacharbeit unterschiedlich. Erfahrungsgemäß vernachlässigen in Deutschland die Akteure eher das Networking, einzelne Personen verschwenden aber auch zu viel Energie durch unstrukturiertes Networking.
Networking muss daher geplant werden, damit die Ressourcen zielgerichtet genutzt werden.
Regel Nummer 10:
Sie sind ein Genie, oder Sie verwenden Socialize! Networking Assistant
Wenn Sie die vorangehenden Regeln befolgen möchten, müssen Sie entweder ein Genie sein oder aber die Software Socialize! Networking Assistant verwenden. Denn Networking ist mit so vielen Informationen verbunden, die ohne ein spezielles Werkzeug nicht verwaltet werden können.